Tigers mit Flaute im Angriff

Die Kanadierin Brooklynn McAlear-Fanus legte für die Tigers in Göttingen mit 17 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double auf. Foto: Andreas Woitschützke

Bis zur 25. Minute sind die Zweitliga-Basketballerinnen aus Neuss zum Saisonstart in Göttingen unbedingt auf Augenhöhe, erst eine 0:14-Serie führt zur 45:56-Niederlage.

Was soll schon dabei herauskommen, wenn sich ein Arbeitstrip so anlässt: Obwohl sich die Tigers am Sonntag schon gegen 10.30 Uhr auf die eigentlich nur rund dreistündige Busfahrt ins knapp 290 Kilometer entfernte Göttingen, wo um 16 Uhr die Partie der 2. Basketball-Bundesliga zwischen den medical instinct Veilchen BG 74 und den Tigers beginnen sollte, begeben hatten, trafen die auf ihrer Tour von Staus und Sperrungen geplagten Schützlinge von Trainer Rufin Kendall reichlich verspätet in der Sporthalle des Felix-Klein-Gymnasiums ein. Der Anpfiff der Partie verschob sich damit um eine halbe Stunde. Trotzdem enttäuschten die TG-Mädels beim 45:56 (29:30) nicht.

Vor dem Match hatten beide Klubs noch personell nachgelegt: Während bei den Veilchen Jenny Crowder, in ihrer Karriere sowohl im 5 gegen 5 als auch im 3×3 fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft, ins Team zurückgekehrt war, meldeten die Neusserinnen bei der von der Ruhr an den Rhein gewechselten Ex-Bochumerin Kim Franze Vollzug. Auch die sowohl in der Schlussphase der Vorbereitung als auch im Pokal-Aus gegen Würzburg fehlende Ana Behnke Llanos war wieder dabei. Angeführt von der Kanadierin Brooklynn McAlear-Fanus blieben die Tigers, in deren Kader am Sonntag mit Ausnahme der U16-Nationalspielerin Johanna Huppertz keine Akteurin aus der vergangenen Saison stand, lange dran am personell ebenfalls stark veränderten Erstliga-Absteiger. Noch in der 25. Minute lagen sie nach dem Korb von Megan Swords sogar mit 37:35 vorne. Doch dann initiierte Meike Oevermann mit einem gelungen Drei-Punkte-Wurf zum 38:37 (26.) für Göttingen einen 14:0-Lauf der Veilchen auf 49:37 (34.). Die Flaute der Gäste im Angriff beendete Luca Raschke erst nach knapp zehn mit ihrem Dreier zum 40:49 (35.). Doch zu gefährden waren die Niedersächsinnen da schon nicht mehr.

Quelle NGZ Online