STERNE SOLLEN NOCH NICHT INS LAUFEN KOMMEN

Auch auf dem Höhenflug bleibt sich Aleksandar Cuic treu: Eine Favoritenrolle will der Trainer seinen Girolive-Panthers nicht zumuten – erst recht nicht gegen die Rutronik Stars Keltern. Zudem wird die Kulisse reduziert.

„Wir sind sehr zufrieden, wie wir bislang gespielt haben. Aber wir sollten nicht den Fehler machen und Keltern falsch einschätzen“, sagt der 38-Jährige. Selten genug, dass die OSC-Frauen in der Tabelle der Basketball-Bundesliga mal drei Plätze vor Keltern stehen, aber der erste Eindruck ist gefährlich. Zwei Punkte Vorsprung sind ein dünnes Polster, das nach dem direkten Duell (Sonntag, 16 Uhr, OSC-Halle A) schon wieder dahin sein kann. „Die Tabelle bedeutet nichts. Keltern hat elf Profis und spielt besseren Team-Basketball als letzte Saison“, betont Cuic.

Ein wenig vom Schrecken der Vorjahre eingebüßt

Ein wenig von ihrem Schrecken hat die Übermannschaft der Vorjahre allerdings eingebüßt, die in der vergangenen Saison 21 von 22 Hauptrundenspielen gewann, mit sieben Siegen durch die Playoffs marschierte und im Finale um die Meisterschaft auch den Panthers nicht den Hauch einer Chance ließ. In dieser Spielzeit setzte es für Keltern bereits eine 22-Punkte-Klatsche gegen die Rheinland Lions und zwei knappe Niederlagen gegen Hannover und Freiburg. Zuletzt gelangen gegen Göttingen, Heidelberg und Saarlouis aber wieder drei Siege am Stück.

Cuic mahnt: Kelterns Lauf soll noch nicht in Osnabrück beginnen

Den Panthers könnte die internationale Belastung der Sterne entgegenkommen: Erst am Donnerstagabend verspielte Keltern mit einer 68:86-Niederlage gegen den belgischen Club Castors Braine die Chance auf die Playoffs im Eurocup. „Es könnte aber auch bedeuten, dass Keltern in einem guten Rhythmus ist, den wir in den letzten Wochen nicht hatten“, warnt Cuic vor dem Wiedersehen mit Ex-Panther Brittany Carter und Co. „Keltern wird noch einen Lauf starten und am Ende der Saison oben stehen“, sagt Cuic. Er hoffe, „dass der Lauf noch nicht am Sonntag beginnt“.

OSC senkt Zuschauer-Kapazität und registriert geringe Verunsicherung

Während voraussichtlich alle Panthers fit und einsatzbereit sind, wird die Unterstützung von der Tribüne zumindest zahlenmäßig kleiner als bislang. Aufgrund der Corona-Entwicklung lässt der OSC unter 2G-Bedingungen nur noch 250 Zuschauer zu. Auf der Tribüne sei es so noch möglich, ausreichend Abstand zu halten, sagt Geschäftsführer Hendrik Witte. Auch wenn es nicht verpflichtend ist, hofft der Club auf „eine gewisse Selbsteinsicht“ und appelliert, im Gebäude bis zum Sitzplatz eine Schutzmaske zu tragen. Der Vorverkauf sei insgesamt „sehr schleppend“ gelaufen, sagt Witte über die rund 60 verkauften Karten. Die Corona-Zahlen sorgen auch bei potenziellen Panthers-Fans für Verunsicherung. Um die Kontaktdatenerhebung zu sichern, gibt es Tickets nur online, aber keine Tageskasse.

 

Neue Osnabrücker Zeitung