Standesgemäß

Mit 53:95 unterliegen die BSG Basket Ladies Ludwigsburg dem ungeschlagenen Tabellenführer QOOL Sharks Würzburg.

Unerschrocken per erfolgreichem Dreier von Noreen Stöckle, der leider der einzige in diesem Spiel bleiben sollte, starteten die Basket Ladies in die Partie. Die ersten Antworten von Würzburg parierten Josipa Simic, Lia Hilgenfeld per And-one Luzie Hegele und Salma El-Haiwan bis zum 9:11 und damit der letzten Ludwigsburger Führung in diesem Spiel. Würzburg zog nicht nur unerbittlich seine Defense an, sondern wies dem Ball in der Offense nahezu zwingend den Weg in den Korb. Egal, wer sich auf Ludwigsburger Seite gegen Katlyn Yohn, Theresa Muck oder Lisa Berthold postierte, Erfahrung und Qualität ließen sich nicht stoppen. Die Machtverhältnisse wurden rasch zurechtgerückt und erst zum Ende des ersten Viertels konnte Lisa Bonacker mit einem And-one nochmal ein Lebenszeichen setzen.

Weiterhin nicht zu Nachlässigkeit aufgelegt präsentierten sich die QOOL Sharks auch in Viertel Nr.2 und sprangen rasch auf 22 Punkte davon. Es war erneut Lia Hilgenfeld, die mit einem schönen Move am Korb einen 8:0 Lauf der Ladies einleitete. Auch nach der Pause konnten sich die jungen Ladies des Drucks der QOOL Sharks nicht entledigen, was sie jedoch nicht entmutigte. Einsatz und schnelle Hände vor allem von Salma El-Haiwan eröffneten immer wieder Chancen, die leider jedoch meist nicht in Zählbares umgemünzt werden konnten. Die nüchterne Statistik zeigt die Diskrepanz auf: Während Würzburg allein 31 Punkte aus Ludwigsburger Ballverlusten generieren konnte, stehen für die BSG Basket Ladies in dieser Kategorie nur 16 zu Buche. Noch deutlicher ist das Verhältnis bei Schnellangriffen: 30 Punkte holten sich die QOOL Sharks so, nur 6 die Basket Ladies.

Auf der Habenseite der lehrreichen Partie für die jungen Basket Ladies stehen viele Spielminuten für die Youngster wie Lilith Maitra. Sie behauptete sich gerade im Schlussviertel immer wieder im Ballvortrag und legte mit 6 Punkten, 2 Rebounds, 2 Assists, 2 Steals und einem Block in ihren 23 Minuten Spielzeit eine vollständige Statline auf. WNBLerin Lia Hilgenfeld avancierte zur Ludwigsburger Topscorerin und war immer wieder diejenige, die sich gut postierte und einen Knopf an einen gut eingefädelten Spielzug machen konnte. Drei ihrer vier Rebounds konnte sie am offensiven Brett einsammeln. Auch Lisa Bohnacker und Alicia Stenzel, deren Einsatz in 3 Blocks, 2 Steals und einem Assist zum Ausdruck kam, konnten je viermal Abpraller sichern. Am besten gelang dies mit 7 der insgesamt effektivsten Spielerin auf Ludwigsburger Seite, Josipa Simic, die immer wieder all ihre Erfahrung und Energie unter dem Korb einsetzte.

Die etatmäßigen Topscorerinnen Luzie Hegele und Noreen Stöckle sahen sich durch vielhändige Spezialbewachung erheblich in ihrem Wirken eingeschränkt. Die enge Umklammerung durch die Würzburger Ganzfeldpresse konnte auch durch die souveräne Spielgestalterin Luzie Hegele nicht immer durchbrochen werden, zusammen mit der pfeilschnelle Salma El-Haiwan drehte sie den Spieß aber auch um. Die guten Ludwigsburger Ansätze blitzten immer dann auf, wenn das Team selbst den Druck auf den gegnerischen Spielaufbau erhöhte oder die Defense durch schnelles Pass- und gutes Stellungsspiel splittete. „Gerne davon noch mehr“ hatte auch Coach Cäsar Kiersz diese Szenen mit Wohlwollen beobachtet. „Wir haben keinen typischen Bundesligakader und es ist wichtig für die Zukunft, in dieser Situation die Talente zu fördern und eine positive Stimmung im Team zu haben. Solche Spiele bringen unsere Entwicklung voran, auch wenn die Ergebnisse manchmal sehr deutlich sind.“