VON ANDREA HEISE

Auch wenn sich die Saison  dem Ende neigt und  eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, ist die Euphorie nach dem Overtime-Krimi in Nördlingen auch Stunden später noch in kleinen Dosen vorhanden.
Nach 45 Minuten standen 2 Punkte mehr für die Löwinnen an der Anzeigetafel und bescherten einen hart erkämpften Sieg in einer Partie, die den Zuschauern der qualitativ hochwertigen Übertragung Herzrasen verursachte.
Die Dramaturgie des Spiels kurz zusammengefasst:
Das 1. Viertel begann mit einem furiosen Start der GISA LIONS. Insbesondere Klaudia Grudzien  startet mit einer Extraportion von allem  und erzielte 11 Punkte.  Aber das Team  von Ajtony Imreh fand auch immer besser ins Spiel und nach 10 Minuten lautete der Spielstand 22:22.
Die Protagonisten des 2. Viertels waren auf Nördlinger Seite Respect Leaphart und Victoria Waldner, die von der Defense der Lions nicht zu kontrollieren waren. Aber nun zeigte auch Barbora Kasparkova ihren unnachahmlichen  Zug zum Korb und hielt ihre Mannschaft auf Schlagdistanz. Halbzeitstand 46:42.
Das 3. Viertel begann mit einem  9:0-Run der Angels, aber die Lions hatten die passende Antwort und nach den punktärmsten 10 Minuten  der Partie erneuter Gleichstand 56:56.
Die letzten 10 Minuten – nichts für schwache Nerven –  Kampf um jeden Ball, Fehlwürfe, Foultrouble, Nervenschwäche an der Freiwurflinie – Schlusssirene – 72:72.
Verlängerung und 5 Minuten später – 76:78 – pure Erleichterung und die Belohnung für eine überbordende kämpferische Leistung.

Blickt man auf die Statistiken hatte Nördlingen bessere Wurfquoten (mit Ausnahme der Freiwürfe) und einen Rebound mehr, aber der Wille der Löwinnen war an diesem Tag unbändig und im Endeffekt  die entscheidende Komponente.
Auch wenn
Klaudia mit 24 Punkten erneut unter Beweis stellte, über welche Qualitäten sie verfügt,
Barbora  mit unbändiger Energie 18 Punkte erzielte und
Eilidh nicht nur 19 Punkte auf dem Konto hatte, sondern in allen entscheidenden Situationen die richtigen Entscheidungen traf,
waren auch
Laura, die 42 Minuten mit einer enorm intensiven Defense ihre Gegenspielerin zur Verzweiflung brachte und in der Offense das Lions Spiel unermüdlich antrieb,
Darien mit einem entscheidenden Fastbreak,
Stella mit wichtigen Offensivrebounds in der Verlängerung,
Meret und Deeshyra  mit ganz viel Kampfgeist und die leider verletzungsbedingt gehandicapte
Charlotte, mit Lilly und Candice (die immer noch nicht spielen konnte) an der Seite, als Motivatoren auf der Bank
wichtige Puzzlestücke für den Erfolg und stellten unter Beweis, was das Team leisten kann.

Wie es die Trainerinnen Rosanke und Vanderwal geschafft haben, diese Qualitäten abzurufen, spricht natürlich auch für deren hervorragende Arbeit.

Die Freude über dieses Happyend wird sicherlich noch etwas länger anhalten und in Erinnerung bleiben.

Let’s GO LIONS!

Noch einen Bemerkung zu unseren pink T-Shirts:

Der Spieltag stand im Zeichen der Organisation Pink Ribbon.

Seit 2010 schafft die gemeinnützige Kommunikationskampagne Pink Ribbon Deutschland mehr Aufmerksamkeit für das Thema Brustkrebs in Deutschland:
für gesunde Frauen im Hinblick auf die Früherkennung der Krankheit,
für Betroffene und ihre Familien und auch für deren Umfeld.
Pink Ribbon Deutschland rückt mit Unterstützung prominenter Botschafterinnen und bundesweiten Aktionen die Brustkrebs-Vorsorge stärker in das Bewusstsein aller. Jeder kann mitmachen!
Durch die Kampagnen und Projekte wird einerseits die öffentliche Wahrnehmung gesteigert, anderseits kann sich jeder direkt und unkompliziert beteiligen. Da beispielsweise regelmäßige Bewegung nachweislich zur Verringerung des Krebsrisikos (bei Brustkrebs um 20 bis zu 30 Prozent) beiträgt, lädt Pink Ribbon Deutschland insbesondere alle Frauen ein, aktiv mitzumachen. Eine weitere Zielsetzung lautet, möglich viele Frauen zu erreichen mit Informationen zum Thema Brustkrebs und den Chancen, die die Früherkennung der Krankheit für eine mögliche Heilung bietet.