Nach dem Ligaspiel ist vor dem Pokalfight

VON ANDREA HEISE

Nachdem die Lions das vierte Spiel in der noch immer jungen Saison  mit 76:55 verloren haben, gilt es auch nach dieser Niederlage zuerst die positiven Sequenzen zu benennen. Fakt ist – die Löwinnen brachten in Freiburg eine wirklich gute erste Halbzeit auf das Parkett  und die Hoffnung, dass  am Ende Zählbares herausspringt, war zumindest für einen kurzen Moment existent.
Aber was auch immer Bestandteil des Pausentees war, ein zusätzlicher Energieschub war bei den Löwinnen leider nicht zu erkennen – vor allem zwischen der 31. und 37. Minute schien der Korb regelrecht vernagelt und es gelang ein mageres Pünktchen. Damit lässt sich in keiner Liga ein Blumentopf gewinnen und damit blieb der Siegerstrauß verdient im Breisgau.
Bei dieser Gelegenheit die Anmerkung, dass es wirklich eine Freude ist, die japanischen Spielmacherin Yasuma  durch die Halle wirbeln zu sehen und das, obwohl sie mit Deeshyra Thomas eine harte Nuss in der Defense zu knacken hatte.
Der Blick auf die Statistiken lässt erahnen,  was am Ende den Ausschlag gab, eine unterirdische 3er-Quote, 9 von 17 Freiwürfen  und Schwächen beim Rebound (am Ende waren es 12 weniger als beim Gegner) sind Fakten, die eine deutliche Sprache sprechen. Aber, wie Coach Hatzidaki immer wieder betont, benötigt jeder neue Prozess Geduld und Zeit. All jene die das Team bereits jetzt in Frage stellen, sollten genau diese zwei Komponenten bei aller teilweise berechtigten Kritik nicht aus den Augen verlieren.
Auch diesmal zeigten Barbora Kasparkova, Deeshyra Thomas sowie Laura Schinkel eine starke Leistung und die Verantwortlichen sind nach wie vor optimistisch, dass alle anderen Spielerinnen ebenfalls bald das wahre Leistungsvermögen auf das Parkett bringen. Somit bleibt das Lions Glas nach wie vor halb voll und ist nicht halb leer!

Bevor es am kommenden Sonntag in der Liga mit dem Heimspiel gegen Marburg weitergeht, gilt es am Donnerstag die zweite Pokalrunde gegen Göttingen nachzuholen. Die ursprünglich geplante Partie am 18.09.21 wurde durch die Nominierung von Jennifer Crowder für das Finale der FIBA 3×3 Women’s Series abgesagt.
Das Team von Goran Lojo hatte  am zurückliegenden Spieltag unfreiwillig Pause, denn auf Grund eines Bombenfunds musste die gesamte Göttinger Innenstadt  evakuiert werden und damit wurde auch das Spiel gegen Herne verlegt. Die gute Nachricht, der Blindgänger wurde entschärft!
Ob es ein Vorteil für die Göttingerinnen ist, ausgeruht nach Halle zu reisen oder ob eventuell der Rhythmus ins Stocken gerät, werden wir live und in Farbe am 14.10. 18:00 Uhr in der SWH.arena erleben.

Für die Lions wird auch dieses Spiel eine weitere Etappe im Findungsprozess sein und mit Blick auf das absolvierte Ligaspiel, das mit 74:58 verloren wurde, geht es natürlich auch um eine kleine Wiedergutmachung und die Ausmerzung der Fehlerquellen, um einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, die über Leidenschaft, Kampf , Konzentration und Teamspirit  zum  Erfolg führt, zu tätigen!

LET’S GO LIONS!

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