BG 74 Göttingen schlägt Neuss 56:45: Erster Sieg, aber Jenny Crowder verletzt

Von: Helmut Anschütz

Gelungener Saisonstart für die Zweitliga-Basketballerinnen der Medical Instinct BG 74 Göttingen: Gegen die TG Neuss gab es vor 190 Zuschauern einen 56:45 (30:29)-Erfolg – mit 30 Minuten Verspätung, weil die Tigers im Stau standen.

Göttingen – Erst einmal zwei gute Nachrichten vorweg: Die neue, alte Spielmacherin Jenny Crowder hatte die Spielberechtigung für den Saisonauftakt doch noch rechtzeitig bekommen und konnte in der runderneuerten FKG-Halle mitwirken. Und auch bei Viki Karambatsa muss es offensichtlich eine Blitzheilung gegeben haben. Sah es in den vergangenen Tagen und sogar Wochen so aus, als könne sie wegen ihrer Achillessehnen-Probleme nicht rechtzeitig fit werden, war die Griechin nun doch in der „starting five“ dabei.

Und Karambatsa war es auch, die den ersten Korb der neuen Saison markierte. 6:2 lagen die Veilchen Ladies zu Beginn vorn, nach fünf Minuten hieß es 13:9, und auch nach den ersten zehn Minuten stand ein 18:15 auf der neuen Anzeigetafel, die später jedoch streikte.

Dann aber nach nur zwei Minuten im zweiten Viertel der Schock-Moment: Jenny Crowder knickte bei einer Angriffsaktion böse um, schrie laut auf und musste von ihren Teamkameradinnen vom Feld in die Kabine getragen werden. Ein böser Rückschlag für die Mannschaft und das Trainergespann Ruzica Dzankic und Jonas Fischer! So hatte man den Start in die neue Serie sicher nicht vorgestellt – zumal noch dazukommt, dass sich die BG 74 von der Polin Kinga Dzierbicka in Kürze wieder trennen wird. Als zweite Ausländerin neben Tetiana Tkachenko (Ukraine) konnte sie in der Vorbereitung nicht überzeugen.

Den ersten Dreier der neuen Serie verwandelte Annika Oevermann kurz nach Crowders Ausfall zum 23:21. Danach blieb es knapp, wenig später führten die Gäste, ehe die BG 74 die Partie wieder drehte. Dennoch erlaubte sie Neuss zu viele zweite Wurf-Chancen.

Nach der 30:29-Pausenführung legte Lena Wenke einen weiteren Dreier nach zum 33:31. Weiter verlief das Match absolut auf Augenhöhe, bis sich die Göttingerinnen auf 43:37 absetzen konnten – der Zwischenstand auch nach 30 Minuten.

Mit zwei Freiwürfen baute Karambatsa den Vorsprung zu Beginn des Schlussviertels sogar auf zehn Punkte aus (47:37, 31.). Auch fünf Minuten vor Schluss lag die BG 74 49:40 in Front. Am Ende ein verdienter erster BG 74-Sieg aufgrund der stärkeren zweiten Halbzeit.  gsd