30 Minuten lang mitgehalten

Drei Viertel lang boten die SNP BasCats dem ungeschlagenen Tabellenführer Rheinland Lions Paroli, ehe sie sich doch mit 65:84 geschlagen geben mussten. Hauptgrund für die Niederlage war die erneut schwache Wurfquote aus dem Zwei-Punkte-Bereich.

Die SNP BasCats starteten ohne die noch verletzte Esther Fokke. Darüber hinaus fehlte aber auch – für die Öffentlichkeit überraschend – Fallyn Freije. Livestream-Kommentator Mirko Spohn sagte dazu nur, dass sie nicht mehr dabei ist. Auf Nachfrage wollte Trainer Thorsten Schulz zu dieser Personalie nicht näher Stellung nehmen. Eine Mitteilung des Managements dazu steht noch aus. Offenbar ist Freije schon seit Tagen nicht mehr da. Schulz bestätigte allerdings, dass eine Nachfolgerin gesucht wird. In dieser Saison scheint personell einfach keine Ruhe bei den SNP BasCats einzukehren.

Nachdem die Bergischen mit einem 7:0-Lauf starteten, drehte bei den Heidelbergerinnen Harriet Ottewill-Soulsby mächtig auf. Sie markierte die ersten acht Punkte und ein Distanztreffer von Jelena Nikpaljevic brachte die Gastgeberinnen in Schlagdistanz. Zu Beginn des zweiten Viertels hatten sie zunehmend Probleme, die überragende Brianna Rollerson in Griff zu bekommen. Höchst elegant und treffsicher trumpfte die Amerikanerin auf. Nach 13 Punkten Rückstand zeigten die BasCats aber viel Energie, verteidigten gut und kamen bis zur Halbzeit auf vier Punkte heran.

Brianna Jones, die ihr bisher bestes Spiel zeigte und mit elf Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double schaffte, drehte auf und Heidelberg hätte nach dem dritten Viertel noch besser dastehen können als mit einem 8-Punkte-Rückstand. Shambria Washington vergab zwei Freiwürfe, Ottewill-Soulsby einen Korbleger. Während es aus der Distanz bei den BasCats diesmal recht gut klappte – immerhin versenkten sie zehn von 30 Dreipunktewürfen – war die Quote aus der Nah- und Mitteldistanz nur 26 Prozent. Hier hatten die Gäste 62 Prozent.

Im vierten Viertel ließen die Kräfte bei den SNP BasCats nach. Die Rheinland Lions nutzten das zu einem 16:0-Lauf und entschieden die Partie. „Die Leistung heute hat trotzdem Mut für die kommenden Spiele gemacht, wir wurden für kleinere schwächere Phasen bestraft“, sagte Thorsten Schulz. Für die BasCats bleibt die Lage im Abstiegskampf schwierig, da Wasserburg gegen Göttingen gewinnen konnte. Der Rückstand auf Platz zehn beträgt weiterhin sechs Punkte.

Stenogramm: 0:7 (3.), 6:9 (5.), 11:13 (6.), 16:19 (10.), 19:21 (14.), 19:30 (16.), 22:35 (18.), 31:35 (19.), 33:37 (Halbzeit), 39:42 (23.), 46:51 (25.), 50:55 (28.), 50:58 830.), 56:65 (34.), 56:81 (37.), 65:84 (Endstand).

SNP BasCats: Nikpaljevic 13/3, Ottewill-Soulsby 12, Washington 12, Jones 11/2, Palenickova 7/2, Daub 5, Ouedraogo 3/1, Karavassilis 2, Kleinert.

Rheinland Lions: Rollerson 22, Wurtz 14/2, Jongeling 12/2, Bär 10/1, Cousseins-Smith 9/1, Koop 6, Maric 5/1, Kröger 3, Thimm 2, De Leyn 1.

Michael Rappe

Foto (Tom Eisele): Harriet Ottewill-Soulsby legte mit acht Punkten im ersten Viertel einen furiosen Start hin.

  • 2. Bundesliga SüdBSG Basket Ladies Ludwigsburg
    Starke Antwort